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E-Fuels - Die Lösung auf dem Silbertablett

16.02.2018

 

Die Schweiz soll grüner werden! Die Einführung von synthetischem Diesel (e-fuels), für dessen Herstellung Ökostrom und bereits in der Luft vorhandene CO2-Abgase benötigt werden, ist ein weiterer Schritt, der zur Lösung des Energieproblems beiträgt. Kurt Tschan nennt es in seinem BaZ-Artikel vom 6. Februar 2018 eine «Weltneuheit mit Potenzial».

 

Laufenburg als nationaler Vorreiter

 

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Stadt Laufenburg: Auf dem Areal des Wasserkraftwerks entsteht eine Pilot-Anlage für das Power-to-Liquid-Verfahren. Hier werden plangemäss 200’000 Liter synthetischer Treibstoff pro Jahr produziert, wovon die ersten Liter bereits dieses Jahr erzeugt werden. An diesem Pilotprojekt sind die Ineratec GmbH mit Sitz in Karlsruhe und der deutsche Autohersteller Audi beteiligt.

 

In Zukunft grün

 

Am 21. Mai vergangenen Jahres stimmte das Schweizer Volk mit Ja für die Energiestrategie 2050 und legte somit die Messlatte hoch: Ab 2021 dürfen erstmals in der Schweiz zugelassene Neuwagen nicht mehr wie bisher 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen, sondern 95. Die Schweiz hat sich mit ihrem Entscheid für eine grünere Zukunft entschieden. Doch wie kann die 95-Grenze in Zukunft eingehalten werden?


Die Anrechenbarkeit ist elementar

 

Die gute Nachricht: Wir können die Hürde meistern. Der Artikel 16 im revidierten CO2-Gesetz besagt, dass der Einsatz erneuerbarer Treibstoffe bei den CO2-Sanktionen angerechnet wird. Dazu muss das überarbeitete Gesetz jedoch erst Anklang beim Parlament finden. Die erstberatende Kommission des Nationalrats UREK berät am 19. Februar 2018 über die Vorlage. Würde sie angenommen, bestünde für Autohersteller ein Anreiz, mehr synthetische Treibstoffe einzusetzen und verstärkt in klimafreundliche Innovationen zu investieren. Dann ginge auch die Rechnung mit der Obergrenze von 95 Gramm CO2 pro Kilometer auf. Denn mit synthetischem Treibstoff betriebene Fahrzeuge können diese Anforderung sehr wohl erfüllen. Würde dieser Lösungsansatz nicht in Betracht gezogen, brächte dies Autohersteller in die missliche Lage, auch weiterhin hohe Summen in Form von CO2-Sanktionen zu bezahlen, obwohl die umweltfreundlichen Fahrzeuge kein zusätzliches CO2 erzeugen. Die Autos geben gleich viel CO2 an die Umgebung ab, wie sie aus der Luft benötigen. In diesem Fall sind Sanktionen nicht gerade eine Belohnung für den lobenswerten Einsatz für unsere Natur.

 

Die Schweiz auf der Überholspur

 

Innovative Projekte wie dasjenige in Laufenburg schaffen bessere Rahmenbedingungen für die Autoindustrie und fördern einen schnelleren Umstieg auf klimaneutrale Fahrzeuge. Ausserdem stärken sie die Schweizer Exportwirtschaft, indem die «swiss made» Filter ins Ausland verkauft werden können. Dies schafft wiederum Arbeitsplätze. Die Möglichkeit des klimafreundlichen Kraftstoffes in Form von synthetischem Diesel soll nicht als einzige Lösung verstanden werden, sondern als Ergänzung zum Strom aus anderen erneuerbaren Energien.

Das Pilotprojekt in Laufenburg stellt die Schweiz in ein neues Licht: Wir gehören hinsichtlich Klimainnovationen zu den Pionieren. Dadurch schaffen wir eine weltweite Plattform für Schweizer Innovationen, was wiederum die Aufmerksamkeit ausländischer Investoren auf uns zieht. Alles in allem ist es ein weiterer Schritt in Richtung klimaneutraler Mobilität.

 

 

 

Quellen:

 

Basler Zeitung BaZ

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