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Denkfehler bremsen Benziner aus

03.09.2019

"Benziner werden ausgebremst – Basel prescht vor: Nur noch «umweltfreundliche Verkehrsmittel» sollen dort unterwegs sein. Das fordert die Umweltkommission des Kantonsparlaments. Gelten soll die Bestimmung für das Kantonsgebiet ausserhalb der Hochleistungsstrassen. Die Deadline: das Jahr 2050. Welche Antriebe in die Kategorie umweltverträglich fallen, das will die Kommission offen lassen. In Frage kämen Elektromotoren oder Wasserstoffantriebe. Klar ist: Autos, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden, sollen verschwinden." – So stand es vor wenigen Tagen in der Limmattaler Zeitung.

 

 

Diesem gut gemeinten Vorstoss der Basler Verkehrskommission liegt leider eine falsche Annahme zugrunde: Benzin- und Dieselmotoren seien per se schlecht. «Wer annimmt, dass Elektroautos keine Emissionen produzieren, macht fast immer den gleichen Denkfehler», schreibt das Spektrum der Wissenschaft im Mai 2018. Und Christian Bach von der EMPA hört nicht auf, zu betonen: Nicht die Motorentechnik entscheidet über die Ökobilanz eines Fahrzeugs, sondern einzig und allein die konkrete Energiequelle.

 

Elektromobile und mit synthetischen Treibstoffen betankte Verbrenner, die ihre Antriebs­energie aus erneuerbarem Strom beziehen, sind klimaneutral, andere Fahrzeuge sind es nicht. So einfach wäre das eigentlich...

 

Zweifellos wird die Mobilität irgendwann rein elektrisch sein. Aber auf dem Weg dahin können Verbrenner als Abnehmer von Überschussstrom in Form synthetischer Treibstoffe den Ausbau der Photovoltaik unterstützen, so dass die Elektromobile dann auch wirklich klimaneutral gefahren werden. Das Eine schliesst das Andere nicht nur aus, sondern unterstützt es sogar. Deshalb sind Verbote, wie das in Basel geplante, kontraproduktiv. 

 

Es wäre gut, wenn Politiker sich an den wissenschaftlichen Fakten orientieren und seriös in ein Thema einarbeiten würden, bevor sie solche fatalen Fehlentscheidungen treffen. Fatal auch, weil in der Schweiz zehntausende Arbeitsplätze am Verbrennungsmotor hängen, und es gut wäre, unsere Zulieferer für die deutsche Aumomobilindustrie hätten mehr Zeit, sich auf dem Systemwandel vorzubereiten. 

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