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Der folgende Artikel erschien am 06.09.16 in der Südostschweiz. Quelle

Ein kleiner Hebel für die Zukunft der Energie

Die Zukunft der Energieversorgung liegt beim Parkplatz vis-a-vis der Diners Club Arena. Genauer gesagt in zwei Containern, die auf dem Gelände der Ergas Obersee stehen. Hinter deren unscheinbar-grauen Stahlwänden verbirgt sich eine von vier Power-to-Gas-Anlagen weltweit – ausgedacht und installiert von der Hochschule für Technik Rapperswil-Jona.

Das Besondere daran: Aus Leitungswasser, Solarstrom und Kohlenstoffdioxid (CO2) produziert sie Erdgas – Methan. Und dieses Methan wird seit gestern direkt in das Gasnetz der Erdgas Obersee eingespiesen.

Kleiner Handgriff, grosser Schritt

Diesen Schritt wollten die Beteiligten gebührend zelebrieren. Dafür legten der Leiter des federführenden HSR-Instituts für Energietechnik Markus Friedl und der Geschäftsführer der Erdgas Obersee Ernst Uhler gestern symbolträchtig den Hebel zum öffentlichen Gasnetz um – das synthetische Methan fliesst nun erstmals in alle angeschlossenen Haushalte. «Zunächst verwendeten wir bei der Produktion gekauftes Kohlenstoffdioxid (CO2) aus Gasflaschen», sagt Friedl. «Aber jetzt sammeln wir das CO2 direkt aus der Luft.» Damit arbeite die Anlage klimaneutral. Der Stolz in seiner Stimme ist unüberhörbar.Der gestrige kleine Handgriff bedeute einen grossen Schritt für die regionale Energieversorgung, findet Friedl. «Heute macht Biogas lediglich ein Prozent des Verbrauchs in der Schweiz aus. Mit unserer Methode liesse sich dieser Anteil binnen zehn Jahren auf zehn Prozent steigern.» (so)

Wie diese Innovation entstand, wie alles begonnen hat und welches die nächsten Schritte sind, lest ihr in der «Südostschweiz Gaster-See» vom Mittwoch.