Neuer Markt für Wasserkraft anstatt Not-Subventionen


Wie der Tages-Anzeiger heute berichtet, fordert die Stromlobby Not-Subventionen für die Wasserkraft. Private Stromkonsumenten sollen die Defizite der Energiekonzerne mit einer Sonderabgabe decken. Die Sorgen sind nachvollziehbar, decken doch Strompreise nicht mehr die Gestehungskosten.

Es gibt aber noch einen dritten Weg, der das Problem zumindest teilweise entschärfen könnte. Insbesondere im Sommer haben die Wasserkraftwerke Mühe, ihren Strom abzusetzen, ganz zu schweigen davon, einen vernünftigen Preis dafür zu bekommen. Hier könnte ein neuer Markt für Wasserkraft das Problem zumindest entschärfen. Diesen neuen Markt bzw. Abnehmer gibt es: Power-to-Gas bzw. Power-to-Fuel. Indem man den Strom zur Produktion praktisch klimaneutralen synthetischen Treibstoffs für Fahrzeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren verwendet, steigert man die Wirtschaftlichkeit der Produktion.

Konkrete Projekte sind schon im Planungs- bzw. Ideenstadium. Damit sie umgesetzt werden können, sagen aber alle, muss zuerst der Bundesrat die Motion Böhni zum Gesetz machen, also die CO2-Sanktionen für synthetische, praktisch klimaneutrale Treibstoffe aufheben („Anrechenbarkeit bei den CO2-Sanktionen“).

Vorletzte Woche kontaktierte der Vertreter eines Unternehmens aus dem europäischen Ausland den Verein Clean Fuel Now, weil er mehr wissen wollten und man sich eine entsprechende Investition in der Schweiz überlegt und Partner sucht. Es ist dringend Zeit, dass der Bundesrat handelt, die Motion Böhni schnell umsetzt und eine win-win-win-Situation schafft, für die Wasserkraft, den Klimaschutz und den fortschrittlichen Teil der Autoindustrie, der das Klimaproblem mit Investitionen anpacken will.

Hier gehts zum Artikel Stromlobby fordert Not-Subventionen für Wasserkraft im Tages-Anzeiger.

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