Schweizer CO2-Emissionen: Wir müssen das Reduktionspotential ausnützen


Die Neue Zürcher Zeitung hat heute einen Gastkommentar «Neutralität ist wertvoll, besonders beim CO2» von Christian Zeyer, Geschäftsführer von Swisscleantech, veröffentlicht. Dabei weist der Autor darauf hin, dass die Wissenschaft besagt, dass wir die CO2-Neutralität weltweit kurz nach 2050 erreichen müssen, möchten wir den Klimawandel effektiv bremsen. Er legt richtigerweise nahe, dass zwei Drittel unserer Emissionen durch unsere Gebäude und unseren Verkehr erzeugt werden. Gleichzeitig verfügt die Schweiz über genügend Reduktionspotential. Es muss aber am richtigen Ort investiert werden.

Wo liegt das Problem?

Während viele Gebäude mit der geeigneten Strategie kostengünstig CO2-frei gemacht werden können, so Zeyer, gilt auch gleiches für den Verkehr. Elektrofahrzeuge sind die Zukunft. Die CO2-freie Mobilität wird zukünftig möglich sein. Dafür braucht es aber genügend erneuerbaren Strom. Heute kann der Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wie Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Kehrichtverbrennung oder Solarenergie, noch nicht zufriedenstellend gespeichert werden. Die Fluktuationen, vor allem zwischen Sommer und Winter, sind noch zu stark. Es braucht eine Zwischenlösung. Denn alles was heute noch unzureichend mit erneuerbarer Energie versorgt werden kann, sucht eine Alternative. Eine davon ist Energie, welche durch das Verbrennen von Kohle produziert wird und dabei aktiv die Luftverschmutzung fördert. Man fragt sich also, wie man die erneuerbare Energie speichern kann, ohne von emissionsreichen Techniken Gebrauch machen zu müssen. Und haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, was Sie mit ihrem Benzin oder Diesel betriebenen Auto machen werden?

Eine Antwort auf beide Fragen: Synthetische Treibstoffe

Synthetische Treibstoffe können Energie speichern und gleichzeitig ihr Fahrzeug betreiben. Die Möglichkeit Energie zu speichern hilft einerseits der ungenügenden Versorgung von Elektroautos, der allgemeinen Stromversorgung der Bevölkerung und wirkt andererseits aktiv der Fluktuation, von Stromversorgung und deren Kosten, entgegen. Parallel kann es die Fahrzeuge, die aktuell in Gebrauch sind, mit Treibstoff versorgen. In der Schweiz wird bereits in die Herstellung von Power-to-Liquid, also der Herstellung von synthetischen Treibstoffen, investiert. Es gibt aber noch reichlich Luft nach oben.

Am richtigen Ort investieren

Auch Christian Zeyer kommt zum Schluss, dass die technischen Lösungen da sind, um die Schweiz auch im Bereich der CO2-Neutralität zu einem Vorbild zu machen. Zu Recht sagt er, dass sich dies auch wirtschaftlich lohne und man denjenigen Firmen die Chance geben sollte, welche schon heute an den Lösungen für eine CO2-neutrale Schweiz arbeiten..

Quelle:

NZZ: Neutralität ist wertvoll, besonders beim CO2

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