Die Schweiz hat das Potenzial der Welt den Weg aus der Klimafalle zu zeigen


In letzter Zeit haben sich die Nachrichten zum Klimawandel und den Massnahmen zum Klimaschutz überschlagen. Wir möchten dazu wie folgt Stellung beziehen.

Der Weltklimarat hat einen Sonderbericht veröffentlicht, wonach die Erderwärmung neu auf 1,5 Grad zu begrenzen sei, weil sonst irreparable Schäden nicht mehr zu vermeiden seien. Laut Tages-Anzeiger rechnet er mit 100 bis 1000 Milliarden Tonnen CO2, die aus der Atmosphäre entfernt werden müssten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Emissionen viel schneller und stärker als bisher reduziert werden. Der Bundesrat scheint Initiative zu ergreifen und vertritt die Position, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen, dürfte die CO2-Menge in der Atmosphäre ab 2050 nicht mehr steigen. Das bürgerliche Lager im Parlament steht dem aber kritisch gegenüber. Laut Limmattaler Zeitung, reagiert Christian Wasserfallen (FDP/ BE) skeptisch: «Das Ziel von minus 50 Prozent bis ins Jahr 2030 ist bereits sehr ambitioniert. Alles Weitere müssen wir nachher anschauen.»

Gleichzeitig verkündet auf der anderen Seite Climeworks den Verkauf eines weiteren CO2 Kollektors nach Italien, wo, wie in Island, jährlich bis zu 150 Tonnen CO2 aus der Luft gefiltert werden sollen, das dann als Rohstoff für eine Power-to-Gas Anlage verwendet werden soll. Diese produziert Methan mithilfe von Wasserstoff, der aus Solarstrom gewonnen wurde.

Betrachtet man all diese Informationen zusammen, folgt daraus, dass die Schweiz mit der Reduktion der Treibhausgasemissionen einen Gang hochschalten muss und vor allem auch kann.

Dazu müssen aber zuerst noch sämtliche Hürden beseitigt werden, die der Entwicklung von Innovationen im Weg stehen, welche es der Wirtschaft ermöglichen, nicht nur CO2 zu vermeiden, sondern auch in Technologien zu investieren, die zu dieser Vermeidung führen oder die sogar die Verwendung von CO2 aus der Atmosphäre zu einem neuen Geschäftsmodell machen, wie zum Beispiel aus dem gefilterten CO2 aus der Luft Substanzen produzieren zu können – Methan, Diesel, Benzin, Kerosin, Wachs, Paraffin, Plastik – wo bisher Erdöl oder Kohle gebraucht wurde.

Konkret heisst das, dass Artikel 16 im Entwurf für das neue CO2 Gesetz eine enorm wichtige Bedeutung zukommt, weil er Hürden abbaut, um erneuerbaren Überschussstrom in synthetische Treibstoffe umzuwandeln, was nicht nur das Problem der starken Schwankungen der Stromproduktion reduziert, sondern auch zu einem schnelleren Umbau der Automobil-Flotte in Richtung Klimaneutralität führt, als wenn man einzig und allein auf Elektromobilität setzen würde (es ist kein entweder oder, es braucht beides). Dabei müssen die richtigen Weichen gestellt werden, was bedeutet, dass nicht nur Strom aus regenerativen Energiequellen verwendet wird, sondern dass man dabei auch keine Einschränkungen definiert, die die Markteinführung unnötig behindern würden (Artikel 16, Absatz 4).

Climeworks hat hier in der Schweiz eine Technologie entwickelt, die laut Christoph Gebald Mitbegründer von Climeworks, nicht nur funktioniert, sondern auch sicher ist. Gewiss ist sie auch wegweisend für die Bekämpfung des Klimawandels.

Das Startup ist ein Pionier in dieser Thematik und hat sich laut Tages-Anzeiger zum Ziel gesetzt, bis 2025 ein Prozent der globalen Emissionen aus der Luft zu waschen. Das entspricht jährlich rund 300 Millionen Tonnen CO2. Die Schweiz kann der Welt den Weg aus der Klimafalle zeigen und dabei erst noch Arbeitsplätze schaffen und Technologien exportieren. Es braucht dazu nur den politischen Willen von links und rechts, Kompromisse beim CO2-Gesetz zu finden und sämtliche Hürden für sinnvolle Innovationen zu beseitigen.

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