Neuwagen stossen mehr CO2 aus!


Der Strassenverkehr hat in der Schweiz mit rund einem Drittel den grössten Anteil an CO2-Emissionen. Neue, verbrauchsarme Fahrzeuge sollten die Emissionen senken. Der Trend zeigt aber 2017 in die andere Richtung: Neuwagen haben mehr statt weniger CO2 ausgestossen. (Quelle: Tagesanzeiger)

In den vergangen Jahren hat der Pfeil stetig nach unten gezeigt: Neue Autos haben in der Schweiz von Jahr zu Jahr weniger CO2 ausgestossen. Soweit so gut. 2017 ist dieser Trend nun aber abgebrochen. Die Emissionen haben wieder zugenommen – allerdings nur leicht. Trotzdem ist dies ein schlechtes Zeichen. Denn der Anstieg markiert einen Einschnitt: Erstmals seit Beginn der Statistik 1996 ist der klimapolitisch dringend notwendige Abwärtstrend durchbrochen.

Alarmierende Zeichen

2017 scheint kein einmaliger Ausreisser gewesen zu sein – im Gegenteil! 2018 lag der Ausgoss mit 138 Gramm CO2 pro Kilometer 4 Gramm über dem Vorjahreswert. Dies bedeutet ein Plus von 3 Prozent. Dies zeigt eine interne Auswertung der Vereinigung der Schweizer Autoimporteure, Auto-Schweiz. Die offizielle Statistik des Bundes liegt zurzeit noch nicht vor. Das Bundesamt für Energie bestätigt jedoch, dass der Wert 2018 gestiegen sei – in der Grössenordnung wie von Auto-Schweiz angekündigt.

In den Medien wird berichtet, der Anstieg komme daher, dass wieder mehr Benziner gekauft werden, weil der Dieselmotor aufgrund jüngster Skandale einen schlechten Ruf bekommen hat.

Verkehr muss seinen Anteil leisten

Weil der Verkehr rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz ausmacht, muss er dringend und zwingend seinen Beitrag leisten. Denn sonst sind die von der Schweiz ratifizierten Pariser Klimaziele nicht zu erreichen. Und das darf nicht passieren, wenn wie die Erderwärmung auf 1.5 Grad begrenzen wollen.

Es gibt im Wesentlichen zwei Ansätze, um die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken:

  1. die Elektromobilität durch sinnvolle Anreize fördern

  2. fossile Treibstoffe durch synthetische, CO2-neutrale ersetzen

Weil die Produktion synthetischer Treibstoffe mit erneuerbarem Strom einerseits dessen weiteren Ausbau mit finanziert und andererseits damit auch die heute schon im Verkehr befindlichen Verbrennungsmotoren quasi klimaneutral betankt werden können, handelt es sich um eine win-win-win-Situation, wenn man beide Ansätze parallel verfolgt.

Der Energieträger entscheidet, nicht die Motorentechnologie

Letztendlich ist es sowieso der Energieträger, nicht die Antriebstechnologie, der über die Klimaneutralität entscheidet. Elektromobilität ist nur so klimaneutral, wie der Strom, mit dem die Batterie geladen wird.

Man sollte also nicht Elektromobilität gegen Verbrennungsmotoren ausspielen, sondern beide weiterverfolgen und schliesslich dort Verbrennungsmotoren gegen Elektromotoren ersetzen, wo dies wirklich die bessere Option ist. Mit der Zeit wird dann der Umstieg tatsächlich so klimaneutral wie möglich vollzogen sein.

Chancen dazu bietet das neue CO2-Gesetz, das zurzeit im Parlament beraten wird. Nun gilt es diese Chancen zu packen!

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