Die Politik sollte der Förderung synthetischer Treibstoffe nachgehen


Nach den Zürcher Gesamterneuerungswahlen im Frühling, hat Petra Gössi, die Präsidentin der FDP Schweiz, bekundet, dass die FDP auf grüne Themen setzen wird. Diesem Versprechen folgen nun auch Taten. Der Kantonsrat Zürich und seine Parteikollegen der FDP haben eine Motion eingereicht, mit der eine CO2-arme Mobilität gefördert werden soll. Explizit wird von der Regierung gefordert, dem Kantonsrat Zürich einen Kredit für die Erstellung von gemeinschaftlichen oder fest zugeteilten Ladestationen sowie Elektro- und Netzanschlüssen für Elektrofahrzeuge auf privaten und öffentlichen Parkplätzen vorzulegen. Weiter will man Tankstellen für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb und andere Infrastrukturen für eine CO2-arme Mobilität fördern.

Die Motionäre betonen, dass im Sinne einer Technologieneutralität die Lade-Strukturen verschiedener CO2-armer Technologien, wie beispielsweise Wasserstoff oder Brennstoffzellen, befristet gefördert werden sollen.

Ein lobenswerter Vorstoss. Es zeigt jedoch, dass sich auch Politik der Tatsache immer noch nicht bewusst ist, dass nicht das Antriebssystem über die Umweltfreundlichkeit entscheidet, sondern der Energieträger.

An dieser Stelle ist auf das Zitat von Manuel Kampus (Grüne) im Artikel zu verweisen: «Die Förderung von CO2-armen Verkehrsmitteln ist sicher nicht falsch. Für die E-Mobilität sehe ich jedoch keine nachhaltige Zukunft, da auf Batterien viel graue Energie lastet.»

Es ist nämlich so, dass in Zeiten der Energiewende die Umweltwirkung im Vordergrund stehen sollte und nicht die Effizienz. Aktuell stehen wir an der Schwelle vom fossilen zum regenerativen Zeitalter, mit dem Ziel eines regenerativen und dekarbonisierten Energiesektors. In diesem neuen, zukünftig relevanten Betrachtungsrahmen können die CO2- Auswirkungen aller Antriebsarten auf ein ähnliches Umweltwirkungsniveau bezüglich CO2 gebracht werden. Im Übergang zu einer regenerativen Energiewelt gewinnt der Faktor Umweltauswirkung zunehmend an Bedeutung. Regenerative Kraftstoffe (e-power/e-fuels) sind Gewinner dieser zukunftsgerichteten Bewertung. Ihr Einsatz ist zwingend notwendig zur Erreichung der unternehmerischen, gesellschaftlichen und politischen Klimaziele.


Der Vorstoss wäre also perfekt, würden auch synthetische Treibstoffe berücksichtigt werden.

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