Was Elektroautos ausbremsen könnte


Elektrofahrzeuge sind auf den Zürcher Strassen im Vormarsch. Neben Elektroauto-Pionier Tesla haben mittlerweile auch viele der grossen Autohersteller Elektromodelle im Angebot. Trotzdem fristet das Elektroauto vorläufig noch ein Nischendasein: 2018 war schweizweit nur rund jedes fünfzigste neuzugelassene Auto rein elektrisch angetrieben. Der Marktanteil wächst allerdings von Jahr zu Jahr.

Auch im öffentlichen Verkehr werden künftig vermehrt Fahrzeuge eingesetzt, die mit Elektroantrieb und Akku fahren: Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben diese Woche mitgeteilt, dass sie acht Elektrobusse für den Einsatz auf Quartierlinien anschaffen wollen. Und das soll erst der Anfang sein. Denn wenn die Beschaffungs- und Betriebskosten von Elektrobussen weiter sinken, wird ihr Einsatz in den kommenden Jahren definitiv günstiger als derjenige von entsprechenden Dieselbussen. Angenommen, die Elektrofahrzeuge eroberten jetzt tatsächlich im Eiltempo die Strassen: Hätten wir überhaupt genug Strom für hunderttausende von Elektroautos und -bussen? Ja, sagen Studien zu diesem Thema.

Ladestationen sind wahre Stromfresser

Etwas komplizierter fällt die Antwort auf die Frage aus, ob wir den Strom denn auch immer und überall zur gewünschten Zeit in die Akkus der Fahrzeuge bekämen. Denn die Ladestationen sind – verständlicherweise – wahre Stromfresser. Die VBZ haben dazu einen Vergleich angestellt. «Jeder Batterie-Quartierbus wird mit einer Leistung von bis zu 150 kW aufgeladen. Das entspricht ungefähr der Leistung von 75 gleichzeitig laufenden Waschmaschinen», wird Christian Senn, Leiter Baumanagement bei den VBZ, in einer Mitteilung zitiert.

Eine Lösung könnte sein, das Wachstum langsamer anzugehen und die Kapazität von erneuerbarem Strom weiter auszubauen, während man den anfallenden Überschussstrom mittels Power-to-X in synthetischen Treibstoff umwandelt. Bei gleich sinkender Klimabelastung würde dadurch Zeit für den Umbau der Mobilität gewonnen.

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