Europa soll auf erneuerbaren Wasserstoff setzen, fordern Energieunternehmen

In der EU werden derzeit Konjunkturprogramme vorbereitet, um die Wirtschaft nach dem Corona-Schock wieder anzukurbeln. Dabei solle sie die Dekarbonisierung der Wirtschaft priorisieren, fordern die Chefs mehrerer grosser Energieunternehmen und Wirtschaftsverbände in einem Brief an Frans Timmermans, den Vizepräsidenten der EU-Kommission. In der Stromwirtschaft solle Europa auf erneuerbare Energien, die Elektrifizierung der übrigen Wirtschaft und auf Energieeffizienz setzen. In der Wirtschaft als Ganzes spiele erneuerbarer Wasserstoff eine zentrale Rolle. Er könne „die kostengünstigste und nachhaltigste Lösung für die Dekarbonisierung“ der Wirtschaft sein, schreiben sie in ihrem Brief.





Die Förderung der Dekarbonisierung komme der ganzen Wirtschaft zugute. „Jeder Euro, der für die Beschleunigung kostengünstiger Geschäftsmodelle eingesetzt wird, welche den grössten Wert für Europa schaffen – etwa erneuerbarer Wasserstoff und direkte Elektrifizierung – hält Europa auf Weg zu einer schnelleren Energiewende, die viele Arbeitsplätze schafft.“


Der Brief wurde von den Chefs von Energieunternehmen wie der italienischenEnelund der spanischenIberdrola, von Anlagenbauern wie BayWa, Örsted und Vestas sowie von den Branchenverbänden SolarPower Europe und WindEurope unterzeichnet.


Für die Schweiz bedeutet dies, dass sie sich spurten muss, will sie ihren technologischen Vorsprung einhalten. Hier wurde die Technologie entwickelt, mit der man den erneuerbaren Wasserstoff zu synthetischem Treibstoff weiterverarbeiten kann, um erneuerbares Erdgas, Diesel, Benzin, Heizöl und Kerosin zu produzieren. Wichtig sind aber die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Vor allem, dass der Nationalrat im Juni eine Verlängerung der Steuererleichterungen für biogene Treibstoffe («Mineralölsteuerbefreiung») beschliesst.

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