Gas-Branche kritisiert Politik für E-Auto-Förderung – zurecht

Die Politik will die Umweltprobleme mit der Förderung von E-Autos lösen. Die Gas-Branche hält diese Bevorzugung für unfair. Denn auch Gas-Autos können CO2-neutral fahren, wenn sie mit Biogas oder synthetischem Gas betankt werden. Dennoch ist der Absatz bescheiden. Statt auch sie zu unterstützen und das bestehende Tankstellennetz zu retten, werden E-Autos massiv bevorzugt.





Was dabei besonders störend ist: in der Schweiz gäbe es eine geringe Förderung durch die Steuererleichterungen für biogene Treibstoffe («Mineralölsteuerbefreiung»). Diese soll im kommenden CO2-Gesetz aber abgeschafft werden. Nach offizieller Verlautbarung wird sie durch den so genannten "Kompensationsmechanismus", den sich die Verwaltung ausgedacht hat.


Wie dieser in der Praxis funktionieren soll, verstehen aber weder führende Branchenvertreter noch die eidgenössischen Politiker, die darüber zu befinden haben. Das einzige, was man sicher weiss, ist, dass die Branche teilweise erst nach Jahren die Zusatzkosten von Biogas zurückerstattet bekäme. Hingegen weiss niemand, ob diese Kompensation tatsächlich ausreichen wird, um die Zusatzkosten zu decken. Ist das der richtige Weg?


«Die europäische CO2-Emissionsgesetzgebung bevorteilt den elektromotorischen Antrieb durch den Fokus auf die Emissionsmessung am Auspuff massiv», sagt Jens Andersen gegenüber CNG-Mobility, dem Portal der Gas-Industrie. https://www.nau.ch/news/wirtschaft/gas-branche-kritisiert-politik-fur-e-auto-forderung-65697440.

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