Synthetischer Treibstoff hält die Luft reiner

"Synthetisches Kerosin, hergestellt im Power-to-X-Verfahren aus Luft und Strom, setzt bei der Verbrennung 30- bis 100-mal weniger Schadstoffe frei als herkömmliches Kerosin. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt im Kopernikus-Projekt P2X, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und unter anderem vom Dechema e. V. koordiniert wird."


So steht es in einer neuen Veröffentlichung des Verbands der deutschen Ingenieure.





Weiter heisst es "Beim sogenannten Hydrocracken werden die zu langen Kohlenwasserstoffketten gespalten und so die Qualität und die Ausbeute an dem gewünschten Produkt erhöht."


Das bedeutet, dass auch synthetische Treibstoffe für Fahrzeuge in einer wesentlich höheren Qualität als fossile hergestellt werden können, womit davon auszugehen ist, dass der Luftreinhaltefaktor von synthetischem Kerosin analog auch für synthetischen Diesel gelten sollte.


Vor allem aber heisst diese neue Erkenntnis, dass synthetisches Kerosin im Unterschied zu fossilem keinen zusätzlichen Treibhauseffekt aufgrund von Wolkenbildung verursacht. Bei fossilem Kerosin sagt man, der Treibhauseffekt ist ca. 2.5 Mal höher als der, der durch das CO2 alleine verursacht würde. Denn die Aerosole – der Russ – führen zu Wolkenbildung und diese Wolken halten die Wärmeabstrahlung der Erde zurück, verursachen also einen Treibhauseffekt, der 2.5 Mal grösser ist, als der des CO2 alleine.


Damit wird der Weg frei, fossiles Kerosin durch synthetisches zu ersetzen und damit gleich zwei (komma fünf) Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Denn batterielektrische Antriebe werden in den kommenden Jahrzehnten keine Alternative sein, es bleibt nur der Umstieg auf synthetisches Kerosin.


Aufgrund der enormen Mengen an synthetischem Kerosin, das für die Luftfahrt produziert werden muss, werden die Preise für synthetischen Treibstoff in den kommenden Jahreszeiten erheblich sinken. Das wiederum ermöglicht, für die verbleibende Verbrennerflotte auf den Strassen, quasi nebenbei, synthetischen Treibstoff herzustellen und damit sicherzustellen, dass die Mobilität unabhängig von der Geschwindigkeit der Elektrifizierung des Strassenverkehrs auf jeden Fall rechtzeitig klimaneutral wird. Damit wären es dann schon drei Fliegen. Oder dreieinhalb?


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