Vollgas Richtung netto null – mit nur 30 CHF pro Tonne CO2

Avenir Suisse und EMPA haben gestern im Rahmen einer virtuellen Medienkonferenz einen neuen Bericht präsentiert, wie sie sich eine Zukunft der Mobilität mit nachhaltigen Antriebskonzepten vorstellen.


Dabei ging ein kreativer Ansatz fast unter, der ähnlich wie die Idee von ETH-Prof. Anthony Patt zur Finanzierung des Umstiegs auf synthetisches Kerosin darauf setzt, dass der Umstieg nur langsam passieren wird, so dass zu Beginn immer noch grosse Mengen fossiler Treibstoff kleinen, aber zunehmenden Mengen von synthetisches Treibstoff gegenüber stehen, dessen Produktion mit der zunehmenden Menge immer günstiger wird.



Schon eine Umlage in der Höhe von 30 Fr. pro Tonne CO2 bzw. 0.008 Fr./kWh würde helfen, den Säulenpreis von synthetischem Treibstoff während des Umstiegs auf Syn-Fuels von Anfang an auf den langfristig minimal erreichbaren Treibstoffpreis abzusenken (vgl. Abbildung 4). Das ist so wenig, dass die Akzeptanz dafür zu schaffen sein müsste.


Ein minimaler Preisaufschlag auf fossilen Treibstoff würde also genügen.




Die Fixierung auf Elektrofahrzeuge ist für Avenir Suisse der falsche Weg, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Stattdessen fordert die Denkfabrik Offenheit gegenüber anderen nachhaltigen Technologien ein.


Mit einer „technologischen Fixierung“ auf den Elektromotor werde das vom Bundesrat beschlossene Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren, nicht erreicht werden können, schreibt Avenir Suisse. Für ihre Erstellung hat die Denkfabrik mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zusammengespannt. Die Autoren der Publikation leuchten das Thema technologisch, volkswirtschaftlich und politisch aus.


Dabei stellten Experten der Empa „den Konsens über den Weg zur Dekarbonisierung der Mobilität in Frage“, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie zeigten in verschiedenen Beiträgen auf, „weshalb nicht nur die Autos, sondern das Energiesystem als Ganzes nachhaltig werden muss – dabei spielen alternative Treibstoffe für Verbrennungsmotoren eine wichtige Rolle“.


Die Medienmitteilung von gestern gibt es hier. Den Bericht kann man hier direkt herunterladen.



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