Wie Chile den Europäern hilft, beim Klimaschutz Gas zu geben

Es wurde schon viel darüber geschrieben. Der Sportwagenhersteller Porsche und Siemens Energy errichten in Chile gemeinsam mit den Unternehmen HIF, Enel, ExxonMobil, Gasco und ENAP eine Industrieanlage zur Herstellung nahezu CO2-neutralen Kraftstoffs (eFuel). Die Pilotanlage, soll 2022 zunächst rund 130'000 Liter eFuels, bis 2024 55 Millionen und bis 2026 rund 550 Millionen Liter eFuels erzeugen.


Mit diesem Leuchtturmprojekt namens „Haru Oni“ wird damit die weltweit erste integrierte und kommerzielle Großanlage zur Herstellung synthetischer, klimaneutraler Kraftstoffe entwickelt und damit die Dekfossilisierung des Mobilitätssektors vorangetrieben, wodurch ein schneller und wirksamer Beitrag geleistet wird, den CO2-Ausstoß im Verkehrs- und Transportsektor zu senken.


Porsche hat das Demonstrationsprojekt initiiert und wird die eFuels perspektivisch in den eigenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor einsetzen. Damit will der Sportwagenbauer insgesamt bereits 2030 bilanziell CO2-neutral sein. Gemäss Porsche laufen die Tests mit erneuerbaren Kraftstoffen sehr erfolgreich. Mit eFuels lassen sich zukünftig bis zu 90 Prozent der fossilen CO2-Emissionen im Verbrenner reduzieren. Den ersten Kraftstoff aus Chile soll ab 2022 unter anderem in den Rennwagen des Porsche Mobil 1 Supercup eingesetzt werden.

In Chile ist 2025 ist eine Elektrolyseur-Kapazität von 5 Gigawatt (GW) geplant, die bis 2030 auf 25 GW ansteigen soll, mit dem Ziel, weltweit den preisgünstigsten Wasserstoff zu erzeugen und das Land zu einem führenden Exporteur von grünem Wasserstoff und dessen Derivaten zu entwickeln.

Quelle: www.haruoni.com

Das Projekt „Haru Oni“ nutzt die perfekten klimatischen Bedingungen für die Windenergie im Süden Chiles, um mit Hilfe von kostengünstigem grünem Windstrom den CO2-neutralen Kraftstoff zu erzeugen.


Wenn man von einem sehr optimistischen Szenario für die Elektrifizierung des Verkehrssektors ausgeht, muss man annehmen, dass im Jahr 2030 immer noch 80% der Flotte Verbrenner sein werden. Wir können mit dem Klimaschutz aber nicht mehr länger warten, denn was wir heute beobachten, ist wegen der Trägheit des Systems die Folge der Emissionen vor Jahrzehnten.


Die Menschheit muss sofort und unverzüglich handeln. Worte zählen nicht mehr länger beim Klimaschutz. Was wir dringender denn je brauchen, sind Taten – selbst wenn jede einzelne Ihre Nachteile haben mag und nicht optimal ist. Wir müssen jetzt alle Register ziehen.


Deshalb können eFuels einen wichtigen und entscheidenden Beitrag leisten, wenn sie in Ländern des Südens produziert werden, wo nur wenige Menschen leben, aber jede Menge Energie geerntet werden kann.


Zudem schaffen wir dort dann noch Arbeitsplätze, tun also etwas für die globale, soziale Gerechtigkeit. Porsche geht voran. Wer kommt als nächstes? Und was tun unsere Behörden und Politiker, um solche Vorhaben zu unterstützen?

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